Der Markt für Online-Proofing-Tools ist international – die meisten Anbieter kommen aus den USA oder Australien. Für Agenturen und Freelancer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das ein Problem: US-Hosting, englischsprachiger Support und fehlende DSGVO-Konformität machen viele internationale Tools zur rechtlichen Grauzone.
Dieser Artikel zeigt was DSGVO-konformes Online-Proofing konkret bedeutet, warum der Serverstandort entscheidend ist und welche Tools im DACH-Raum wirklich eingesetzt werden können.
Viele internationale Online-Proofing-Tools erfüllen die DSGVO-Anforderungen nicht. Dieser Artikel erklärt welche Kriterien für deutsche Agenturen entscheidend sind und welche Tools sie erfüllen.
Was du in diesem Artikel erfährst
- Warum internationale Proofing-Tools für deutsche Agenturen problematisch sind
- Was DSGVO-konformes Online-Proofing konkret bedeutet
- Welche Kriterien du bei der Tool-Auswahl zwingend prüfen solltest
- Welche Tools den DACH-Anforderungen gerecht werden

Warum internationale Tools für deutsche Agenturen ein Problem sind
Der US-amerikanische Cloud-Markt dominiert die Software-Branche. Tools wie Krock.io (USA) und GoVisually (Australien) haben ihre Server außerhalb der EU – und das ist für europäische Unternehmen keine Kleinigkeit.
Die DSGVO regelt in Art. 44 ff. explizit unter welchen Bedingungen personenbezogene Daten in Drittländer übermittelt werden dürfen. Für die USA gilt seit dem Schrems-II-Urteil des EuGH: Eine einfache Übermittlung ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen ist nicht zulässig. Für Australien existiert kein EU-Angemessenheitsbeschluss.
Was bedeutet das in der Praxis? Wenn du Kundenprojekte in einem Tool speicherst das außerhalb der EU hostet, werden personenbezogene Daten – Namen, E-Mail-Adressen, Projektinhalte – rechtswidrig in Drittstaaten übertragen. Du als Agentur bist dafür verantwortlich.
Was auf dem Spiel steht
Datenschutzverstöße nach der DSGVO können mit Bußgeldern von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. Für kleine Agenturen sind selbst niedrige fünfstellige Bußgelder existenzbedrohend.
Hinzu kommt das Vertrauen deiner Kunden. Wer als Agentur Kundendaten in einem nicht-DSGVO-konformen System speichert, riskiert Imageschäden die über das finanzielle Risiko hinausgehen.

Was DSGVO-konformes Online-Proofing konkret bedeutet
DSGVO-Konformität ist keine Ja/Nein-Frage. Es gibt verschiedene Ebenen die du prüfen solltest:
1. Serverstandort in der EU
Der einfachste und sicherste Weg: Das Tool hostet auf Servern innerhalb der EU – idealerweise in Deutschland. Damit entfällt das Problem der Drittlandübermittlung vollständig. Frage direkt beim Anbieter nach und lass dir den Standort schriftlich bestätigen.
2. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Für jeden Dienstleister der personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, benötigst du einen AVV nach Art. 28 DSGVO. Dieser Vertrag regelt wie der Anbieter mit deinen Daten umgeht, welche Sicherheitsmaßnahmen er trifft und was im Schadensfall gilt. Prüfe ob der Anbieter einen AVV nach deutschem Recht anbietet.
3. Transparente Datenschutzerklärung
Ein seriöser Anbieter kommuniziert klar welche Daten gespeichert werden, wie lange und zu welchem Zweck. Datenschutzerklärungen die nur auf Englisch verfügbar sind oder vage Formulierungen enthalten, sind ein Warnsignal.
4. Verschlüsselte Datenübertragung
Alle Daten sollten verschlüsselt übertragen werden – sowohl zwischen deinem Browser und dem Server (HTTPS) als auch bei der Speicherung auf dem Server (Encryption at Rest).
Erstelle eine kurze Checkliste für die Tool-Evaluierung: EU-Hosting bestätigt? AVV nach deutschem Recht vorhanden? Datenschutzerklärung auf Deutsch verfügbar? Verschlüsselung dokumentiert? Nur Tools die alle vier Punkte erfüllen, kommen für DACH-Agenturen in Frage.
Warum deutschsprachiger Support wichtig ist
Neben der technischen DSGVO-Konformität gibt es einen weiteren Aspekt, der für den deutschen Markt entscheidend ist: die Sprache.
Ein Tool, das nur auf Englisch verfügbar ist, erzeugt Reibung – bei dir, bei deinem Team und besonders bei deinen Kunden. Wenn ein älterer Geschäftsführer oder eine nicht-englischsprachige Assistentin das Feedback-Tool öffnet und alles auf Englisch ist, sinkt die Bereitschaft zur Nutzung drastisch.
Deutschsprachiger Support bedeutet außerdem: Bei technischen Problemen oder Fragen kannst du dein Problem klar auf Deutsch kommunizieren – ohne Sprachbarriere, ohne Missverständnisse.

Welche Tools den DACH-Anforderungen gerecht werden
draftgo.io – Made in Germany
draftgo.io wurde speziell für den DACH-Markt entwickelt. Hosting auf deutschen Servern, vollständige DSGVO-Konformität, AVV nach deutschem Recht, deutschsprachiges Interface und persönlicher Support auf Deutsch.
Funktionsumfang: Video-Feedback mit frame-genauer Kommentierung, PDF-Proofing, Design-Review, Bildgalerien, Versionskontrolle und revisionssichere Freigabe-Dokumentation.
Preis: Free-Plan kostenlos, Freelancer-Plan ab 19€/Monat, Agentur-Plan ab 49€/Monat – jeweils mit unlimitierten externen Reviewern.
Filestage – Deutsches Unternehmen
Filestage ist ebenfalls DSGVO-konform und hostet auf deutschen Servern. Das Tool bietet einen umfangreichen Funktionsumfang inklusive KI-Features und Enterprise-Integrationen. Der Einstieg liegt bei 199€/Monat – für kleine Agenturen und Freelancer oft zu teuer.
Internationale Tools mit EU-Hosting-Option
Einige internationale Anbieter bieten EU-Hosting als Option an – aber nicht als Standard. Prüfe bei solchen Tools explizit ob deine Daten wirklich auf EU-Servern landen oder ob du aktiv eine EU-Region auswählen musst.
Vorsicht bei Tools die „GDPR compliant" auf ihrer Website schreiben aber keinen konkreten Serverstandort nennen. GDPR-Compliance bedeutet nicht zwingend EU-Hosting – es kann auch bedeuten, dass das Tool Standardvertragsklauseln nutzt, die nach dem Schrems-II-Urteil allein nicht ausreichend sind.
Häufige Fragen zu Online-Proofing in Deutschland
Müssen alle Tools die ich nutze DSGVO-konform sein?
Ja – für alle Tools die personenbezogene Daten verarbeiten, bist du als Verantwortlicher nach DSGVO zuständig. Das betrifft nicht nur CRM- oder Marketing-Tools, sondern auch Proofing-Tools in denen Kundennamen, E-Mail-Adressen und Projektinhalte gespeichert werden.
Reicht es wenn der Anbieter Standardvertragsklauseln (SCCs) nutzt?
SCCs sind nach dem Schrems-II-Urteil nicht automatisch ausreichend. Sie müssen im Einzelfall bewertet werden und durch zusätzliche technische Maßnahmen ergänzt werden. Die sicherste Lösung bleibt EU-Hosting ohne Drittlandübermittlung.
Wie finde ich heraus wo ein Tool seine Daten speichert?
Frage direkt beim Anbieter per E-Mail nach und bitte um eine schriftliche Bestätigung des Serverstandorts. Prüfe zusätzlich die Datenschutzerklärung und die AVV-Dokumentation. Seriöse Anbieter beantworten diese Fragen transparent.
Gibt es günstige DSGVO-konforme Alternativen zu Filestage?
Ja – draftgo.io bietet denselben professionellen Freigabe-Workflow wie Filestage zu einem Bruchteil des Preises. Der Agentur-Plan kostet 59 €/Monat (bei jährlicher Zahlung 49 €) statt 199 €/Monat bei Filestage.
Fazit
Für Agenturen und Freelancer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist DSGVO-konformes Online-Proofing keine Option – es ist eine rechtliche Anforderung. EU-Hosting, AVV nach deutschem Recht und ein deutschsprachiges Interface sind die Mindestanforderungen.
Mit draftgo.io gibt es eine Lösung die alle diese Anforderungen erfüllt – und das zu einem Preis der auch für kleine Agenturen und Freelancer wirtschaftlich ist. Teste draftgo.io 14 Tage kostenlos – DSGVO-konform, auf Deutsch, sofort einsatzbereit.
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Written by
Emilia
Content Producer
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